Damit mehr Züge fahren können, braucht es Platz
Mehr Tempo und Pünktlichkeit zwischen Hamburg, Bremen und Hannover: Dafür plant und baut die Bahn neue Gleise im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. Um diese zu ermöglichen, sind oft zusätzliche Flächen erforderlich.
Drei Wege, wie die Bahn Flächen nutzt
Um die neue Eisenbahnstrecke zu realisieren, kauft die Bahn Flächen für Gleise, Bahnhöfe und für notwendige Änderungen an Straßen und Gewässern.
Nicht jedes Grundstück, auf dem die Bahn baut, muss ihr gehören. Stattdessen lässt sie die erforderlichen Nutzungsrechte im Grundbuch eintragen. Das gilt zum Beispiel, wenn die Bahn eine Brücke über ein Grundstück oder einen Tunnel darunter baut.
Für den Bau neuer Gleise braucht die Bahn vorübergehend Flächen, zum Beispiel für Zufahrtswege und Baustofflager. Diese Flächen mietet sie für die Dauer der Arbeiten und zahlt dafür eine Entschädigung.
So kauft die Bahn Flächen für neue Gleise
Die Bahn meldet sich frühzeitig bei den Eigentümer:innen der betroffenen Grundstücke.
Die Bahn und die Grundstückseigentümer:innen vereinbaren den Kauf und schließen einen Vertrag. Unabhängige Fachleute ermitteln den Kaufpreis.
Nur selten können sich Bahn und Grundstückseigentümer:innen nicht einigen. Dann sieht das Allgemeine Eisenbahngesetz eine Enteignung mit Entschädigung vor.
Die Bahn zahlt entweder den vereinbarten Kaufpreis oder die Entschädigung.
Die Flächen stehen nun zur Nutzung bereit: Die Bahn kann mit dem Bau neuer Gleise beginnen.